Ratgeber
Bewerbung mit KI: Was ist erlaubt?
Kurz gesagt: Ja, du darfst Hilfsmittel nutzen. Entscheidend ist, dass die Inhalte stimmen und du die Verantwortung für sie übernimmst. Hier sind die Regeln, die wirklich zählen: Wahrheit, Vorgaben des Unternehmens und Datenschutz.
Von Yannik Galetto · Aktualisiert · 5 Min. Lesezeit
Die kurze Antwort
Es gibt keine allgemeine Vorschrift, die Bewerbern verbietet, Rechtschreibprüfung, Vorlagen oder KI-Assistenten zu nutzen. Entscheidend ist, was in deiner Bewerbung steht: Es muss wahr sein, und du musst es vertreten können.
Ein KI-Text kann dir die Arbeit erleichtern. Er nimmt dir nicht die Verantwortung ab.
Drei Regeln, die wirklich zählen
1. Es muss stimmen
Erfundene Stationen, Titel, Zertifikate oder Zahlen sind ein Problem, egal, wer sie geschrieben hat. Prüfe jede Aussage gegen deinen Lebenslauf.
2. Halte dich an die Vorgabe
Manche Unternehmen bitten ausdrücklich um selbst geschriebene Texte oder fragen nach der Nutzung von KI. Dann gilt: ehrlich antworten und die Vorgabe befolgen.
3. Behandle Daten sorgfältig
Dein Lebenslauf enthält persönliche Daten. Prüfe, wo du sie eingibst und was damit passiert.
Datenschutz: Das solltest du bei KI-Tools prüfen
Gilt für jedes Werkzeug, das du mit deinem Lebenslauf füttern willst.
- Wird deine Eingabe zum Training von Modellen verwendet? Lässt sich das abschalten?
- Wo werden deine Daten gespeichert, und wie lange?
- Gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag, wenn es um personenbezogene Daten geht?
- Kannst du deine Daten löschen oder exportieren?
- Brauchst du wirklich alle Angaben im Prompt, oder reichen anonymisierte?
Und auf der Seite der Unternehmen?
Für Unternehmen, die KI zur Bewerberauswahl einsetzen, gelten strenge Regeln, zum Beispiel aus der DSGVO (Artikel 22 zu automatisierten Entscheidungen) und der EU-KI-Verordnung. Das betrifft die Arbeitgeberseite und nicht dich als Bewerber.
Es ändert aber etwas für dich: Manche Systeme sortieren vor. Wer seine Unterlagen sauber strukturiert und mit den Begriffen der Anzeige formuliert, wird besser gefunden.
So gehen wir bei Pathly damit um
Pathly sendet nichts automatisch und kennzeichnet KI-Vorschläge als Vorschläge. Du entscheidest über jede Änderung und jeden Text. Personenbezogene Angaben werden maskiert, bevor Texte an die KI gehen, und die KI-Anbieter verarbeiten sie vertraglich ohne Speicherung und Training. Mehr dazu auf der Seite Bewerbung automatisieren.
Häufige Fragen
Muss ich angeben, dass ich KI genutzt habe?
Es gibt keine allgemeine Pflicht. Wenn danach gefragt wird oder eine Vorgabe besteht, antworte ehrlich.
Darf ich ein Anschreiben komplett von KI schreiben lassen?
Rechtlich ist das in der Regel nicht verboten. Sinnvoll ist es selten: Ohne deine Belege und deine Stimme fällt der Text beliebig aus. Nutze die KI als Entwurf und mache ihn zu deinem.
Kann ich wegen KI-Nutzung abgelehnt werden?
Das kann passieren, wenn der Text beliebig wirkt oder gegen eine ausdrückliche Vorgabe verstößt. Ein sauber belegter, persönlicher Text ist das beste Mittel dagegen.
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